Organisten 2017

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Gerhard Gnann wurde 1962 in Bad Buchau geboren und studierte Orgel, Cembalo und Kirchenmusik in Freiburg, Amsterdam und Basel. Zu seinen Lehrern zählten Ludwig Doerr, Ton Koopman, Ewald Kooiman und Guy Bovet. Er war mehrfach Preisträger bei internationalen Wettbewerben, u. a. 1988 in Brügge, 1992 beim Schweizer Orgelwettbewerb und 1993 gewann er den Großen Preis „Dom zu Speyer“. Von 1994-1997 war er Bezirkskantor der Erzdiözese in Freiburg mit Dienstsitz in Münstertal. In dieser Eigenschaft begründete er die Reihe „Konzerte in St. Trudpert“. 1997 wurde Gerhard Gnann als Professor für künstlerisches Orgelspiel an die Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen. Er ist dort zugleich Leiter der Abteilung Kirchenmusik/Orgel. 2003 wurde er mit dem Preis der Johannes Gutenberg-Universität für exzellente Leistungen in der Lehre ausgezeichnet. 2012-2015 war Gerhard Domorganist am Freiburger Münster. Als ausübender Künstler sowie als Pädagoge ist Gerhard Gnann im In- und Ausland gefragt. Als Gastdozent von Meisterkursen ist er regelmäßig in Italien, Polen, Norwegen, Dänemark, Frankreich und Österreich zu Gast. Des Weiteren hat er mit CD-Aufnahmen bei Labels wie audite, hänssler Classic, organum, coviello classic u.a. auf sich aufmerksam gemacht. 2012 erschien die Bach-Gesamteinspielung auf Silbermann-Orgeln (Gemeinschaftsproduktion mit Ewald Kooiman, Ute Gremel-Geuchen und Bernhard Klapprott). Gnann wurde mehrfach mit Schallplattenpreisen ausgezeichnet – zuletzt 2013 mit dem „ECHO Klassik“, sowie 2015 für die CD „arranging bach“ auf den Orgeln des Freiburger Münsters.

 

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Ingelore Schubert studierte Cembalo in Hamburg bei Gisela Gumz und in Amsterdam bei Ton Koopman; 1983 schloss sie das Studium mit dem Konzertexamen ab. Meisterkurse bei Robert Kohnen, Jos van Immerseel und Gustav Leonhardt vervollständigten ihre Ausbildung. Seit 1988 unterrichtet sie Cembalo und Generalbass-Spiel zunächst an der Akademie für Alte Musik, später dann an der Hochschule für Künste Bremen. Hinzu kommt seit einigen Jahren die intensive Beschäftigung mit herrausragenden historischen Orgeln.
„Dass sie zu den Größten ihres Faches zählt, beweist die Künstlerin mühelos … Vielmehr gelingt ihr etwas, was andere Interpreten nur selten schaffen: Musik wird zur Sprache, ihre Stimme erklingt durch das Instrument“ attestierte ihr die Presse (Hamburger Abendblatt).
Als Solistin sowie als Cembalistin des Marais Consort führten sie Konzertreisen durch ganz Europa und die ehemalige UdSSR: Swedish Baroque Festival, Musikfestival Asolo/Venedig, Copenhagen Summer Festival, Innsbruck, Internationales Musikfestival Nestvaed, Schlosskonzerte Linz, Göttinger Händel-Festspiele, Rhein-Renaissance-Festival, die Niedersächsischen Musiktage, Händel Festspiele Halle, Villa Musica, Heinrich-Schütz-Tage, Bebenhausen, der Fränkische Sommer, WDR Musikfest, Rheingau Musik Festival, Lausitzer Musiksommer, Bruchsaler Barocktage, Internationales Musikfest der Stadt Duisburg, Feste Musicali Köln, Musica Bayreuth, Neuburg/Donau, Tage Alter Musik im Osnabrücker Land, Ochsenhausen, Maulbronn, Europäische Musikwochen Passau, Schloss Elmau …
Im Jahr 2007 war das Marais Consort Artist / Ensemble in Residence in Bonn in der Festival-Konzertreihe ‚Zeitsprünge’ des Rheinischen Landesmuseums. Das MARAIS CONSORT wurde vom Kultusministerium durch das Landes-Tourneeprogramm gefördert. Rundfunkaufnahmen beim BR, WDR, NDR, SWR, SR und ausländischen Sendern.
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Christoph Grohmann, geboren 1955 in Bielefeld als Sohn zweier Kirchenmusiker, studierte 1974-80 an der Hochschule für Musik in Detmold Kirchenmusik-A und Konzertfach Orgel, seine prägenden Lehrer waren Alexander Wagner (Chorleitung) und Helmut Tramnitz (Orgel). Er nahm teil an Meisterkursen bei Guy Bovet, André Fleury, Daniel Roth und 1979/80 bei Flor Peeters in Mecheln (Belgien).

Nach zehnjähriger Tätigkeit 1979-89 als Dekanatskantor an St. Clemens in Rheda, wo er einen bedeutenden Orgelneubau initiierte, widmet Grohmann sich besonders der Unterrichtstätigkeit, zunächst an der Hochschule in Detmold, 1992-2014 an der Hochschule für Künste in Bremen und seit 2005 an der Evang. Hochschule für Kirchenmusik in Herford (Orgel-Literaturspiel und Improvisation).

1988-2008 war Grohmann im Präsidium der internationalen Gesellschaft der Orgelfreunde tätig. 2008-10 wirkte er als Titularorganist an der Beckerath-Orgel der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld.

Er hat sich mit CD-Aufnahmen, Orgelkonzerten und als Continuo-Spieler international einen guten Ruf erworben und konzertiert in Deutschland, Westeuropa sowie in den U.S.A. Seit über 25 Jahren widmet er sich in der Durchführung von Orgelstudienfahrten im deutschen und europäischen Raum dem Orgelspiel auf historischen Instrumenten aller Stilepochen. Weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Aufführung von Werken des 19. und 20. Jahrhunderts für Orgel und Orchester sowie die freie Improvisation über Themen aus Liturgie und Gregorianik.

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Gereon Krahforst wurde 1973 in Bonn geboren. Nach einer umfassenden frühen musikalischen Ausbildung und dem Abitur studierte er 1990-2000 Komposition, Musikwissenschaft, Kirchenmusik, Klavier und Orgel in Köln und Frankfurt am Main (Orgellehrer waren vor dem Studium Markus Karas und John Birley, während des Studiums dann Clemens Ganz und Daniel Roth). Zahlreiche Meisterkurse und private Studien u.a. mit Marie-Claire Alain, Jon Laukvik, Petr Eben, Wolfgang Seifen, Tomasz A. Nowak, Franz Lehrndorfer, Bernhard Haas und vielen anderen ergänzen seine Studien. Nach einer Reihe von kirchenmusikalischen Anstellungen in Bonn (Kreuzbergkirche), Mönchengladbach (Münsterbasilika), Minden (Dom) und als Domorganist in Paderborn (Dom) wanderte er zunächst nach Südspanien aus und amtierte dort als Organist der national bedeutenden „Organo del Sol Mayor“ in der weltberühmten Stadt Marbella an der Costa del Sol. Bis dahin lehrte er gleichzeitig acht Jahre lang eine Orgel-Improvisationsklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

2012 – 2014 amtierte er als Cathedral Organist und Associate Director of Music an der Cathedral Basilica of Saint Louis, Missouri – einer der bedeutendsten katholischen Kathedralen Amerikas. Aus familiären Gründen kehrte er im Sommer 2014 nach Deutschland zurück und arbeitete zunächst als Kirchenmusiker in Mettlach sowie freischaffend als Konzertorganist, Lehrer und Komponist. Im April 2015 wurde er vom Benediktinerkonvent der weltberühmten Abtei Maria Laach als Abteiorganist und künstlerischer Leiter der Internationalen Laacher Orgelkonzerte berufen; diese herausragende Stellung hat er im Juli 2015 angetreten. Des weiteren ist er künstlerischer Leiter der Orgelkonzertreihen an der Fasen-Orgel in St. Sebastian, Boppard sowie – zusammen mit Dr. Kai Becker (Hillesheim) an der historischen Balthasar-König-Orgel von 1714 in der Klosterkirche St. Leodegar zu Niederehe / Eifel. Seit 2017 ist er Mitglied des Komitees der jährlich stattfindenden Internationalen Orgelwochen Rheinland-Pfalz im Auftrag 

Besonders als Improvisator konnte er sich weltweit einen Namen machen; daneben zählen zu seinem breit gefächerten Repertoire u.a. sämtliche Orgelwerke von Scheidt, Pachelbel, Muffat, Couperin, Buxtehude, Bach, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Franck, Duruflé, zahlreiche Werke von Guilmant, Widor, Vierne, Dupré und Messiaen sowie ein großer Fundus an unbekannten, lohnenswerten Komponisten aller möglichen Länder und Epochen. Immer wieder werden seine abwechslungsreichen Programmgestaltungen und unkonventionellen Registrierungen bewundert, was in lobenden Kommentaren und Empfehlungen von Jean Guillou, Olivier Latry, Thierry Escaich, John Scott und Stephen Tharp gipfelt.
2015 erhielt er von der Erzdiözese Freiburg einen großen Kompositionsauftrag zum 50jährigen Bestehen der Domorgel und verfasste eine Symphonie für 1-4 Orgeln; daneben sind zahlreiche Chor- und Orgelwerke in deutschen, holländischen und amerikanischen Verlagen erschienen.

Bereits 1987 gewann er als 14jähriger einen landesweiten Kompositionswettbewerb mit einem Konzert für Klavier und Orchester; zahlreiche weitere, auch internationale Preise, in Komposition, Klavier und Orgel schlossen sich an. Konzerte führten ihn – zunächst sogar zusätzlich auch als Pianist – in viele Kathedralen, Kirchen und Konzertsäle ganz Europas, nach Südkorea und auch vor dem Auswandern mehrmals in die USA, wo ihm besondere Verdienste der AGO für seine Lehrtätigkeiten, Vorträge und Konzerte um Max Reger zuteil wurden. CD-Aufnahmen sowie Auftritte in Rundfunk und Fernsehen runden sein vielschichtiges musikalisches Wirken ab.

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Ensemblekonzert

Barocker Glanz trifft irische Lebensfreude auf mitteltöniger „Kleiner Königin“

 

Genauso treffen sich die drei Musiker Claudia Scheiner-Cremonesi, Mezzo-Sopran, Michael Frangen, Barock-Trompete und Naturhorn, sowie Hans-André Stamm auf der Kleinen Königin zu einem sehr besonderen Konzert in St. Leodegar im Kloster in Niederehe.

 

Es ist eine Rarität, dass Musiker mit der historischen Orgel in direkte Kommunikation treten und DEN GEMEINSAMEN TON treffen.

 

Dazu nehmen sie sich der Historie der Musikgeschichte sowohl stimmlich (Claudia Scheiner Cremonesi) als auch instrumental mit Instrumenten der Alten Musik (Michael Frangen) an.

 

Seien Sie gespannt und zugleich überrascht, wie sich die drei Musiker mit den Klängen im Raum verschmelzen und den Bogen aus der Historie des barocken Glanzes hin zu zeitgenössischen Kompositionen irischer Lebensfreude spannen.