Organisten 2019

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Dr. Giampaolo Di Rosa ist Titularorganist und Musikdirektor der Nationalen Portugiesischen Kirche S. Antonio in Rom und Domorganist der Stadt Vila Real in Portugal, sowie Organist in Residence am Hohen Dom zu León in Spanien und an der Stadtpfarrkirche St. Ildefonso in Porto, Portugal. Di Rosa schloss sein Studium in Italien, Deutschland, Portugal und Frankreich mit dem Konzertexamen in Klavier und Orgel, Komposition, dem Cembalodiplom, Orgelmeisterklassendiplom und Doktortitel mit Auszeichnung ab. Sein Orgelrepertoire umfasst Werke aller Epochen, eigene Kompositionen, sowie sämtliche Orgelwerke von G. Frescobaldi, J. P. Sweelinck, J. S. Bach, C. Franck, F. Liszt und O. Messiaen. Einen besonderen, konzertanten Schwerpunkt bilden fantasievolle Improvisationen.
Als Organologe, Musikwissenschaftler und Forscher ist er in vielen Bereichen tätig., wobei es zahlreiche Publikationen und CD-Aufnahmen von ihm vorliegen. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn bereits durch ganz Europa, Russland, USA, Südamerika, den Mittlerer Osten, Asien und Australien.

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Christoph Grohmann, geboren 1955 in Bielefeld, studierte 1974-80 an der Hochschule für Musik in Detmold Kirchenmusik-A und Konzertfach Orgel, seine prägenden Lehrer waren Alexander Wagner (Chorleitung) und Helmut Tramnitz (Orgel). Er nahm teil an Meisterkursen bei Guy Bovet, André Fleury, Daniel Roth und 1979/80 bei Flor Peeters in Mecheln (Belgien). Nach zehnjähriger Tätigkeit 1979-89 als Dekanatskantor an St. Clemens in Rheda, wo er einen bedeutenden Orgelneubau initiierte, widmet Grohmann sich besonders der Unterrichtstätigkeit, zunächst an der Hochschule in Detmold, 1992-2014 an der Hochschule für Künste in Bremen und seit 2005 an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford (Orgel-Literaturspiel und Improvisation). 1988-2008 war Grohmann im Präsidium der internationalen Gesellschaft der Orgelfreunde tätig. 2008-10 wirkte er als Titularorganist an der Beckerath-Orgel der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld. Er hat sich mit CD-Aufnahmen, Orgelkonzerten und als Continuo-Spieler international einen guten Ruf erworben und konzertiert in Deutschland, Westeuropa sowie in den U.S.A. Seit über 30 Jahren widmet er sich in der Durchführung von Orgelstudienfahrten im deutschen und europäischen Raum dem Orgelspiel auf historischen Instrumenten aller Stilepochen. Weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Aufführung von Werken des 19. und 20. Jahrhunderts für Orgel und Orchester sowie die freie Improvisation über Themen aus Liturgie und Gregorianik.

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Pieter van Dijk wurde 1958 geboren und studierte an der Musikhochschule in Arnheim Orgel bei Bert Matter, Klavier und Kirchenmusik. Außerdem hatte er Unterricht bei Gustav Leonhardt, Marie Claire Alain und Jan Raas. Er gewann Preise bei den Internationalen Orgelwettbewerben in Deventer (1979) und Innsbruck (1986). Pieter van Dijk ist Professor für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg sowie am Conservatorium van Amsterdam. Als Gastprofessor unterrichtete er u. a. an den Hochschulen in Antwerpen, Cambridge, Dresden, Helsinki, Oxford, St. Petersburg, Gdansk, Stuttgart und Toulouse. Er ist Organist der Grote Sint Laurenskerk in Alkmaar, wo er die Van Hagerbeer/Schnitger-Orgel sowie die Van Covelens-Orgel von 1511 betreut. 2004 wurde er zum Stadtorganist berufen. Pieter van Dijk hat verschiedene CD-Aufnahmen auf den Orgeln der Laurenskerk gemacht. Die DVD “Alkmaar- the Organs of the Laurenskerk” wurde 2013 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeignet. Zusammen mit Wolfgang Zerer und Andreas Fischer spielte Pieter van Dijk eine CD auf der rekonstruierten Orgel der Hamburger Katharinenkirche ein. Seit 2017 arbeitet van Dijk an einem Project mit Aufnahmen der gesamten Bach Orgelwerken.Die erste 4 Doppel CDs mit Bachs Clavieruebung III, Leipziger Choraelen, Orgelbuechlein und Neumeister Sammlung sind erschienen. Mehr Info zu diesem Projekt: www.dmp-records.nl . Rege Konzerttätigkeit führte ihn in verschiedene europäische Länder, Japan und in die Vereinigten Staaten. Pieter van Dijk ist künstlerischer Leiter des Orgelfestival Holland. Er publizierte Artikel über J. Bach, M. Weckmann und Straube/Reger. Er war Jurymitglied bei den internationalen Orgelwettbewerben in Alkmaar, Amsterdam, Celle, Freiberg, Gdansk, Innsbruck, Kotka, Lausanne, Lodz, Lübeck und Toulouse.

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Gereon Krahforst, geboren 1973 in Bonn, war bereits an zahlreichen renommierten Stellen (Paderborner Domorganist, Mindener Dom, Mönchengladbacher Münster, Stadtkirche Marbella/Spanien und Kathedrale in St. Louis/Missouri/USA, Dozent an der Musikhochschule Hannover) tätig, bevor er Abteiorganist in Maria Laach wurde und damit in seine Heimat zurückkehrte. Vor dem Studium erhielt er Orgelunterricht bei Revd. J. Birley und M. Karas; danach studierte er Kirchenmusik, Klavier, Tonsatz, Komposition und Kirchenmusik (mit Auszeichnung); Orgel bei C. Ganz und D. Roth; später private Studien bei Marie-Claire Alain in Paris. Meisterkurse bei W. Seifen, G. Bovet, J. Laukvik, T.A. Nowak, P. Planyavsky, F. Lehrndorfer und vielen anderen. Seine internationale Konzerttätig- und Lehrtätigkeit führte ihn als Gast in vielen Kirchen, Konzertsälen und bei internationalen Festivals, auch als Improvisator, in fast alle Länder Europas, die russische Föderation, Israel, die USA, Kanada, Korea und Japan. Im Mittelpunkt seines umfangreichen Repertoires steht das gesamte Orgelwerk Bachs, das er bereits dreimal komplett aufführte; daneben die Gesamtwerke von Scheidt, Pachelbel, Muffat, Couperin, Buxtehude, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Franck, Duruflé, zahlreiche Werke von Guilmant, Widor, Vierne, Dupré und Messiaen sowie ein großer Fundus an unbekannten, lohnenswerten Komponisten aller möglichen Länder und Epochen. Immer wieder werden seine abwechslungsreichen Programmgestaltungen und unkonventionellen Registrierungen bewundert, was in lobenden Kommentaren und Empfehlungen von Jean Guillou, Olivier Latry, Thierry Escaich, John Scott und Stephen Tharp gipfelt. Von Krahforst wurden zahlreiche Chor- und Orgelwerke in deutschen, holländischen und amerikanischen Verlagen erschienen; zudem spielte er einige vielbeachtete CDs ein und trat oft für das Fernsehen und den Rundfunk auf. Seit 2014 leitet er die „Geistliche Musik an St. Sebastian“ in Boppard; seit 2016 ist er zusammen mit Dr. Kai Becker künstlerischer Leiter der Orgelkonzerte in Niederehe und seit 2017 zudem im Komitee der Internationalen Orgelwochen Rheinland-Pfalz im Kultusministerium Mainz, seit 2018 zusätzlich Organist und Custos der großen Orgel in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz sowie Intendant des Bonner Orgelfestes. Außerdem ist Krahforst Widmungsträger diverser zeitgenössischer Kompositionen (u.a. Rami Bar-Niv/Israel) und als Juror bei internationalen Orgelwettbewerben in Erscheinung getreten. 2019 spielt er u.a. in Maria Laach und Koblenz sämtliche 10 Orgelsymphonien Widors.

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